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Mediensucht

Mediensucht bezeichnet ein Verhalten, bei dem die Nutzung digitaler Medien (z.B. Soziale Netzwerke, Online Games, Streamingdienste oder Smartphones) so stark zunimmt, dass sie den Alltag, soziale Beziehungen, die Schule, das Studium oder die Arbeit beeinträchtigt. Betroffene verbringen oft viele Stunden online, greifen ständig zum Smartphone oder verlieren sich in sozialen Netzwerken, Games oder Streaming-Angeboten.

Typische Anzeichen können sein:

  • ständiges Bedürfnis, online zu sein
  • Konzentrationsprobleme im Alltag
  • Schlafmangel durch intensive Mediennutzung
  • Vernachlässigung sozialer Kontakte
  • Vernachlässigung anderer Aktivitäten und Pflichten
  • Schwierigkeiten, Bildschirmzeiten zu reduzieren
  • Entzugserscheinungen wie Unruhe oder Reizbarkeit ohne Medienzugang
  • Kontrollverlust über das eigene Nutzungsverhalten
  • Nutzung digitaler Medien zur Flucht vor Problemen oder negativen Gefühlen

Besonders soziale Medien arbeiten mit Mechanismen, die gezielt Aufmerksamkeit binden: Likes, Benachrichtigungen, kurze Videos oder endlose Scroll-Feeds aktivieren das Belohnungssystem im Gehirn.

Fachlich wird zwischen verschiedenen Formen unterschieden, beispielsweise Internetsucht, Gaming Disorder oder Social-Media-Sucht. Die World Health Organization erkennt die sogenannte “Gaming Disorder” als psychische Erkrankung an.

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